Die einzelnen Wettbewerbe der Formula Student sind in statische und dynamische Disziplinen unterteilt.

In den statischen Diszplinen wird Design, Kostenplan sowie ein fiktiver Businessplan vorgestellt.

In den dynamischen Disziplinen geht es um die Rennperformance des Wagens.

Dynamische Disziplinen

Acceleration

Beim Acceleration treten die Rennwagen in einem Beschleunigunsrennen über 75 Meter nacheinander an. Eine Zeit von unter 4 Sekunden gilt als sehr schnell. Bei der FSG 2012 schaffte es das Team mit 4.16 Sekunden auf den elften Platz unter den Verbrenner-Rennwagen.Hier kann ein Maximum von 75 Punkten erreicht werden.

Skid Pad

Hier kann ein Maximum von 75 Punkten erreicht werden.Im Skid Pad müssen die Rennwagen beweisen, wie viel Querbeschleunigung sie aufbauen können. Dazu wird die Strecke in Form einer 8 abgesteckt. Es werden jeweils zwei aufeinanderfolgende Runden in jedem Kreis der 8 gefahren, wovon jeweils die zweite Rundenzeit zählt. In den schnellsten Runden können bis zu 1.4g erzeugt werden. Oft wird dieses Event auf nasser Strecke gefahren.

Autocross

Im Autocross fahren die Rennwagen in wenigen Zeitabständen auf einem Rundkurs mit vielen Kurven und kürzeren Geraden von etwa 1km auf Zeit. Die Rundenzeiten dienen als Indikator für das Handling des Wagens und das Können des Fahrers. Mit der besten Rundenzeit wird der Startplatz beim Endurance festgelegt.

Hier kann ein Maximum von 100 Punkten erreicht werden.

Endurance

Das Endurance wird auf der selben Strecke wie der Autocross gefahren. Hier können von allen Disziplinen her die meisten Punkte erreicht werden und somit wird dies als Haupt-Disziplin bezeichnet. Insgesamt werden ungefähr 22km gefahren wovon nach der Hälfte der Entfernung ein Fahrerwechsel vorgenommen werden muss. Die Beanspruchung von Material und Fahrern während dieser langen Entfernung bzw. Fahrtzeit ist hoch und so muss sich in dieser Disziplin das Gesamtpaket aus Beschleunigung, Geschwindigkeit, Handling, Dynamik, Verbrauch und vor allem Zuverlässigkeit beweisen.

Nicht selten fallen die Rennwagen während des Fahrerwechsels aus, da sie sich aufgrund der hohen Beansprachung nicht mehr starten lassen oder ähnliche Probleme auftreten. Eine weitere Schwierigkeit bei der Erreichung einer guten Gesamtzeit ist, dass sich meist bis zu 4 Rennwagen gleichzeitig auf der Strecke befinden. So müssen die Fahrer neben gutem Fahrkönnen auch starke Nerven besitzen, um Überholmanöver möglichst zu vermeiden oder sich zumindest dadurch nicht vom Ziel abbringen zu lassen.

Hier kann ein Maximum von 325 Punkten erreicht werden.

Energy Efficiency

Die Energieeffizienz wird nicht nur vom alleinigen Verbrauch beim Endurance berechnet, sondern in Relation zur Geschwindigkeit gemessen. Da der Energieverbrauch aber nicht nur durch das Neubefüllen der Batterie gemessen werden kann, wurde ein Gerät entwickelt, dass zwischen Akku und Motorcontroller angebracht wird . Ein Maximum für verbrauchte Energie wurde noch nicht festgelegt, aber der erwartete Energieverbrauch für 22 Kilometer beträgt 6-8 kWh. Das ist genug, um einen Kühlschrank für 10 Tage zu betreiben.

Sogar Teams, die den Endurance nicht zu Ende fahren konnten, können dadurch bewertet werden, sofern diese den Fahrerwechsel erfolgreich ausgeführt haben.

Aufgrund der immer größer werdenden Nachfrage nach sparsamem Umgang mit Energie wird diesem eine relativ hohe Bedeutung beigemesse, die sich in den möglichen erreichbaren Punkten wiederspiegelt.

Hier kann ein Maximum von 100 Punkten erreicht werden.

Acceleration
Skidpad mit G17e Betty
Autocross mit G17e Betty
fahrende G16e Carola

Statische Disziplinen

Vorstellung des Autos
Unterlagen des Cost Reports
Businessplan-Vorstellung

Engineering Design Event

Im Engineering Design Event wird in einem 8-seitigen ‚Design Report‘, der neben Text auch Bilder und Zeichnungen des Fahrzeugs enthalten soll, die Konstruktionsweise des eigenen Rennwagens und dessen Features und Besonderheiten erläutert. Mit dem Report sollen die Judges vom eigenen Kopzept überzeugt werden, das auf den nichtprofessionellen Wochenend-Hobbyrennfahrer ausgelegt ist. Beim Event vor Ort wird der Rennwagen live den Judges vorgestellt und über das Konzept diskutiert. In die endgültige Wertung gehen der Design Report, die Qualität der Antworten in der Diskussion und die Besichtigung des Rennwagens ein.

Hier kann ein Maximum von 150 Punkten erreicht werden.

Cost and Manufacturing Event

Für das Cost and Manufacturing Event muss jedes Team einen sogenannten ‚Cost Report‘ erstellen. Dieser muss sämtliche Fertigungskosten für alle im Rennboliden verbauten Teile enthalten. Dies geht von den verwendeten Materialien über die Abnutzung der Werkzeuge bis hin zu den Personal-Fertigungskosten. Beim Event wird der Cost Report von den Judges vor dem Hintergrund des entwickelten Rennwagens evaluiert und in einer Diskussion mit den Teammitgliedern gewertet. Zur Wertung zählt sowohl die Aufmachung des Cost Report und der Gesamtpreis der Fertigung des Prototypen als auch begründete Vorschläge, wie die Kosten reduziert werden können.

Hier kann ein Maximum von 100 Punkten erreicht werden.

Business Presentation Event

Beim Business Presentation Event müssen die Teams einen ‚Business Plan‘ sowie eine Präsentation erstellen und dies einem imaginären interessierten Unternehmen – repräsentiert durch die Judges – vorstellen. Das Unternehmen soll von dem entwickelten Rennwagen (mit der Zielgruppe nichtprofessioneller Wochenend-Hobbyrennfahrer) und dem Entwurf für eine profitable Produktion und Vermarktung überzeugt werden. Für dieses Event werden pro Team 15 Minuten Zeit angesetzt, von denen die Mitglieder in 10 Minuten ihr gesamtes Konzept vorstellen und danach in 5 Minuten von den Judges befragt werden. Die Wertung setzt sich aus dem Inhalt, der Struktur, der Organisation und der Präsentation sowie der Beantwortung der Fragen zusammen.

Hier kann ein Maximum von 75 Punkten erreicht werden.