Formula Student Germany

Von Victoria Slezak am 05.09.2019

Die Formula Student Germany stand dieses Jahr als letztes Event auf dem Kalender des BRS Motorsport an. Die FSG ist ein besonders anspruchsvolles, aber auch ein sehr aufregendes Event. Am berühmten Hockenheimring galt es, erneut die bereits gezeigte Leistung unter Beweis zu stellen.

Der erste Tag des Events begann damit, die Boxen aufzubauen. Auch musste an diesem Tag das Team inklusive ESOs (Electrical System Officer) und allen Fahrern registriert werden. Zu dem Zeitpunkt durften noch nicht alle Mitglieder auf das Eventgelände, weshalb viele den Tag im Camp verbrachten. Die hohen Temperaturen luden dort ein, in den Pool zu steigen, den das Team mitgebracht und aufgebaut hatte. Das Team wartete gespannt auf den nächsten Tag, welcher der eigentliche Beginn des Events ist.

Am nächsten Morgen machte sich das Team für die anstehenden Scrutineerings auf den Weg. In den auf seine Sicherheit überprüft. Außerdem müssen alle Fahrer den Egresstest bestehen, indem sie innerhalb von 5 Sekunden das Auto sicher und schnell verlassen wie auch den Notaus betätigen müssen. Das elektrische Scrutineering bestand der G19e ohne Probleme, aber beim mechanischen Scrutineering konnte der Wagen noch nicht überzeugen. Die Mängel, die die Prüfer aufgezeigt hatten, wurden noch am selben Abend behoben.

Der dritte Tag begann sehr früh, denn es gab viel zu tun. Um 5:30 Uhr standen die Ersten auf, um das mechanische wie auch das elektrische Scrutineering schnell zu beenden. Währenddessen präsentierte ein Teil des Teams den Businessplan vor einer Jury vor. Der andere Teil des Teams bereitete gleichzeitig Cordula für das Engineering Design Event wie auch für das Cost und Manufacturing Event vor.

Beim Engineering Design Event müssen die Studierenden ihre Designentscheidungen während der Entwicklung verteidigen und technische Fragen der Jury beantworten. Beim Cost und Manufacturing Event muss das Team währenddessen einen detaillierten Kostenplan für die Produktion des Autos präsentieren. Nach einem langen Tag voller statischer Disziplinen kehrte das Team müde in das Camp zurück.

Der Businessplan schaffte es leider nicht in das Finale und landete auf dem 27. Platz. Beim Cost und Manufacturing Event erhielt der BRS Motorsport dagegen 81 Punkte und belegte den 20. Platz. Im Engineering Design Event konnte das Team punkten und belegte den 6. Platz mit 118 Punkten.

Der nächste Tag war für das Team etwas entspannter zum Vorherigen. An diesem stand der Tilt-, Rain- und Braketest auf der Agenda an. Cordula bestand diese ohne größere Probleme, sodass noch ein wenig Zeit war, den Elektrorennwagen auf der Strecke zu testen. Leider gab es dabei Probleme mit dem Akku. Die Probleme konnten zwar schnell behoben werden, aber der Akku musste deswegen noch einmal das elektrische Scrutineering am nächsten Tag bestehen.

Gesagt, getan. Tag fünf begann damit, den Akku erneut validieren zu lassen. Nachdem dies bestanden war, konnte Cordula endlich in den dynamischen Disziplinen antreten. Zuerst stand das Skidpad auf dem Plan. Nach vier Durchläufen betrug die beste Zeit 5,06 Sekunden. In der Disziplin Acceleration machte der BRS Motorsport ebenfalls vier Durchgänge. Hier beendete Cordula die 75 Meter mit einer Bestzeit von 3,861 Sekunden und belegte den 9. Platz in der Disziplin. Das Team freute sich über die Leistung und bereitete den G19e auf den Autocross vor.

Tag sechs galt dem Autocross. Auch hier konnte der BRS Motorsport vier gültige Durchläufe beenden. Die schnellste Runde war 72,8 Sekunden lang. Damit lag der BRS Motorsport weit vorne und belegte den 5. Platz. Nachdem Autocross musste nur noch die Königsdisziplin absolviert werden: die Endurance.

Am letzten Tag der FSG fieberte der BRS Motorsport vor Ort oder auch per Livestream lange der Endurance entgegen. Am Nachmittag war es dann endlich so weit! Cordula durfte in die Startlöcher. Wie auf den vorherigen Events bewies der G19e sein Durchhaltevermögen. Der Elektrorennwagen fuhr die 22 Kilometer durch und beendete diese Disziplin nach knapp 25 Minuten erfolgreich. Das gesamte Team hielt die Zeit über die Daumen gedrückt und war überglücklich, als Cordula unversehrt ins Ziel einfuhr, vor allem wegen der Erfahrungen im letzten Jahr. Leider stellte sich im Nachgang heraus, dass die Leistung nicht gewertet werden konnte. Der Akku war während der Fahrt zu warm geworden.

Nichtsdestotrotz belegte der BRS Motorsport in der Gesamtwertung der FSG den 13. Platz bei fünfzig antretenden Teams. Das ist ein großartiger Abschluss der Saison und im Vergleich zum letzten Jahr ein voller Erfolg für das Team. Der BRS Motorsport ist mit der Leistung sehr zufrieden und möchte sich bei allen bedanken, die sie während der Saison unterstützt haben: Familie, Freunde, Alumni und Sponsoren.

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